Südschnellbahn in der Diskussion

Aufgrund zahlreicher Wohnbauprojekte wird die Bevölkerung im Süden Teneriffas voraussichtlich stark zunehmen. Die Konsequenz wird ein erhebliches Anwachsen der Kraftfahrzeuganzahl sein, die schon heute die Halbmillionengrenze überschritten hat. Zur besseren Anbindung des Südens an Santa Cruz de Tenerife soll deshalb eine Schnellbahn gebaut werden, welche die Touristenzentren im Süden mit der Hauptstadt verbinden soll. Die Bahnstrecke, bei der 7 Bahnhöfe vorgesehen sind, soll die grossen Touristenzentren im Süden in rund 45 Minuten mit der Hauptstadt verbinden und soll in Abständen von 30 bis 60 Minuten verkehren.

Dabei sollen verschiedene Teilstrecken unterirdisch verlaufen. So soll die Bahnstrecke bei der Urbanisation Añaza im Süden von Santa Cruz und am Südflughafen durch Tunnelröhren geführt werden. Der derzeitige Entwurf stösst aber bei der kanarischen Regionalregierung auf Widerstand, da er substantielle Veränderungen erfordern würde. Einer der Haupteinwände geht dahin, dass während der Bauphase der unterhalb der Autobahn verlaufenden Teilstrecken täglich rund 70’000 Fahrzeuge über andere Strassen umgeleitet werden müssten. Ausserdem sei die geplante Streckenführung nicht mit den bestehenden bzw. geplanten Autobahnauffahrten in Einklang zu bringen. Trotdem ist es auch der Regierung klar, dass die Tatsache, dass jeglicher Personen- oder Warenverkehr über die Strasse abgewickelt werden muss, unbefriedigend ist. Deshalb verlangen z.B. die Sozialdemokraten nicht nur eine Erweiterung der geplanten Bahnverbindung, sondern auch, dass ein Teil des Warenverkehrs über die Schiene erfolgen müsste. Die rivalisierende Coalición Canarias hingegen will bei der Verlagerung des Warenverkehrs eher auf traditionelle Verkehrsmittel zurückgreifen und Teile des Warenverkehrs auf den Schiffsverkehr verlagern.

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Erstellt am: 09.05.2007 18:55 Uhr

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