Rathaus von Maspalomas einsturzgefährdet

Die Nachricht hat für Aufregung gesorgt: vor einigen Wochen musste das Rathaus von Maspalomas vorübergehend geräumt werden. Eine Kommission hat grobe Baumängel festgestellt und eine akute Einsturzgefahr festgestellt. Für Insider kam die Nachricht nicht überraschend: seit Jahren schon werden Teile des Souterrains von Säulen gestützt, ein Baufehler im Fundament hat das fast 25 Jahre alte Gebäude ins Wanken gebracht. Der Boden unter dem Rathaus hat sich nachträglich gesenkt, das Fundament konnte dem nicht standhalten.

Die Gemeinde plant seit längerem einen Neubau des Rathauses, eine Realisierung des Projektes ist aber frühestens für 2012 zu erwarten. Ob das alte Rathaus renoviert werden kann, ist derzeit noch unklar. Die Gemeinde hat verschiedene Studien in Auftrag gegeben, eine komplette Sanierung des Baus würde demnach mindestens 2 Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin müssen die Ämter der Gemeindeverwaltung provisorisch untergebracht werden. Büros und Gebäude, die der Gemeinde unterstehen sollen genutzt werden, andere Räumlichkeiten müssen angemietet werden.
Das Bürgermeisteramt z.B. soll vorübergehend in das Gebäude der Tourismuswerbung beim Einkaufszentrum Yumbo übersiedeln. Falls mit dem Tourismusamt keine dementsprechende Einigung erzielt werden kann, steht die Casa Condal als Alternative für den zukünftigen Sitz der Bürgermeisterin zur Verfügung. Bauamt und andere wichtige Ressorts der Gemeinde mit viel Publikumsverkehr ziehen vorläufig in die ehemaligen Räume der Hacienda im Einkaufszentrum Yumbo. Und die Steuerstellen des Rathauses sollen in das Gebäude des Finanzamtes einziehen, vorausgesetzt, die Finanzbehörde stimmt den Plänen zu. Die gesamte Umsiedlung und damit die Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit der Ämter wird voraussichtlich noch einige Wochen dauern. Bis dahin versucht die Gemeinde, die Anliegen der Bürger so gut wie möglich in Zelten vor dem Rathaus zu bearbeiten. Dort sind provisorischen Anlaufstellen der einzelnen Behörden untergebracht. Dort werden die Bürger dann an die jeweiligen neuen Büros verwiesen oder um Geduld gebeten.

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Erstellt am: 15.04.2008 00:03 Uhr

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