Dopingarzt soll vor spanischen Gericht zu Zahlungen an Jan Ullrich aussagen

Zuvor muss Franke dem Gericht innerhalb von drei Wochen eine zustellungsfähige Anschrift des Zeugen mitteilen und einen Auslagenvorschuss in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Anschließend wird ein Rechtshilfegesuch an die spanischen Behörden gestellt. Erst nach Eingang der Befragungsergebnisse aus Spanien kann laut Landgericht in Deutschland ein weiterer Termin für die mündliche Verhandlung angesetzt werden. Der aus Gran Canaria stammende Fuentes spezialisierte sich nach seiner Ausbildung zum Gynäkologen auf Sportmedizin und war Teamarzt des von Manolo Saiz geleiteten Radsportteams Liberty Seguros-Würth, bis die Mannschaft im Mai 2006 aufgelöst wurde. Einer Anti-Drogen-Einheit der Guardia Civil gelang es zu dieser Zeit, nach viermonatiger Observation einen Dopingring des früheren Kelme-Teamarztes Fuentes aufzudecken. Die Ermittler waren auf die Mannschaft Kelme aufmerksam geworden, nachdem der zuvor entlassene Radprofi Jesús Manzano Anfang des Jahres 2004 über die angebliche Dopingpraxis des Teams bei Rundfahrten wie der Tour de France berichtet hatte. Nach den Ermittlungen der Guardia Civil soll Fuentes europaweit Profiradsportler unter anderem mit Eigenblut gedopt haben. In der Liste der bisher veröffentlichten 38 Namen von Radsportlern finden sich zahlreiche bekannte Fahrer, unter ihnen Jan Ullrich, Ivan Basso, Roberto Heras, Tyler Hamilton und Joseba Beloki und Alberto Contador.

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Erstellt am: 03.12.2007 03:29 Uhr

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