Three baby meerkats extend the Loro Parque animal family

New life explosión in Loro Parque, after the recent birth of 3 cute meerkats (Suricata suricatta) which together with other youngs, like Rocky, the sea lion, the Bambu sharks and various species of parrots, expand the animal family of the most recognized zoo in Spain.
These attractive and curious mammals, known as “rock cats”, stand out for their high dynamism, speed and social customs, as they play in group, while one of the adults excercise as sentinel and controls the environment around them. After 2 months of pregnancy, the birth developed normally and did not require any intervention of the veterinarian or keepers team. The youngs are fed by the mother and together with the rest of the group, they enjoy the sun, make excavations in the ground and surprise all visitors, who adore to watch them.
Meerkats descend from the mongoose family and live in the area of the Kalahari Desert and the Namib in Africa. It is a small mammal, which can achieve a weight of 1 kg and a large of 50 com, of which 25 cm belong to the tall. They are diurnal and very stricking, especially for children, because they are mostly on their backlegs on guard, looking for prey or to avoid being chased by predators. They are carnivores and as such, they eat insects and spiders, and other small mammals. They hunt always together and protect very strongly their youngs.
Meerkats are usually sympathetic and delicate animals, so that particularly children love this exhibition, that Loro Parque specially developed for the meerkats. These animals are reminiscent of the familiar figuer of the famous Disney movie “The Lion King”. In their area of origin it is not unusual to keep them as pets, but in the West they are not considered as suitable pets, because their behaviour is extremely destructive and in many countries the possession of meerkats, as well as other wild animals, is punishable by law.
Diverse and numerous species of water, land and air have filled the nurseries of the park in the recent months, being breeding the main indicator of the welfare that the animals enjoy in their different ecosystems.

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Erstellt am: 16.11.2013 14:32 Uhr

Tres crías de suricatas amplían la familia de animales de Loro Parque

Nueva explosión de vida en Loro Parque, tras el reciente nacimiento de 3 simpáticas suricatas (Suricata suricatta), que junto otros pequeños como el león marino Rocky, los tiburones bambú y los pichones de diversas especies de papagayos, se amplía así la familia de animales del parque zoológico más premiado de España.
Estos atractivos y curiosos mamíferos conocidos como ‘gatos de roca, se caracterizan por su gran dinamismo, velocidad y costumbres sociales, ya que juegan en grupo mientras uno de los adultos ejerce de centinela y controla de pié el entorno que les rodea. Tras dos meses de gestación, el parto se desarrolló con total normalidad y no precisó de la intervención del equipo de cuidadores o veterinarios. Las crías son alimentadas por la madre y junto al resto del grupo toman el sol, hacen excavaciones en la tierra y llenan de sorpresa a todos los visitantes que se detienen a observarlas.
La Suricata, o suricato proviene de la familia de la mangosta y habita la región del desierto de Kalahari y el Namib en África. Se trata de un mamífero pequeño que no supera el kilogramo de peso y alcanza los 50 centrímetros de longitud, de los cuales 25 son de cola. Son animales de costumbres diurnas y suelen llamar la atención de los niños por permanecer de pie en sus extremidades traseras vigilando en búsqueda de presas o para evitar ser sorprendidos por sus depredadores. Es una especie carnívora y como tal consume insectos y arañas, como también otros pequeños mamíferos.
Las suricatas suelen ser criaturas simpáticas y tiernas, por lo que los niños se agolpan en la exhibición que Loro Parque ha creado para ellas y no dejan de sorprenderse llamando a “Timón”, nombre del conocido personaje de Disney de la película El Rey León representado en este animal. En su zona de origen no es infrecuente que se las domestique como mascotas, pero en Occidente no se las considera aptas como animales de compañía, puesto que su comportamiento es sumamente destructivo en un domicilio urbano; en numerosos países la tenencia de suricatas, como de cualquier animal salvaje, está penada por la ley.
Diversos y numerosas especies de agua, tierra y aire han llenado las guarderías del parque en los últimos meses, siendo la reproducción el indicador principal del bienestar del que disfrutan los animales en sus diferentes ecosistemas.

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Erstellt am: 16.11.2013 14:31 Uhr

Drei Ermännchen Jungen erweitern die Tierfamilie des Loro Parque

Der Baby Boom im Loro Parque geht stetig weiter, nachdem vor kurzem drei sympathische Erdmännchen auf die Welt gekommen sind. Zusammen mit anderen Jungtieren, wie Rocky, der kleine Seelöwe, den jungen Bambushaien und den diversen Nachzuchten bei den Papageien erweitern diese die Tierfamilie des anerkanntesten Zoos in Spanien.
Diese attraktiven und neugierigen Erdmännchen, auch “Felskatzen” genannt, sind für ihre Dynamik, Schnelligkeit und das soziale Verhalten bekannt, da sie immer alle zusammen spielen, während eines der adulten Tiere die Spiele und Umgebung überwacht. Nach einer Trächtigkeit von zwei Monaten, verlief die Geburt mit voller Normalität und weder die Tierärzte noch die Pfleger mussten der Mutter helfen. Die drei Jungtiere werden von ihrer Mutter gefüttert, sonnen sich zusammen mit dem Rest der Gruppe, graben in der Erde und erfreuen und überraschen damit alle Besucher, von denen sie beobachtet werden.
Erdmännchen gehören zur Familie der Mangusten und leben in den Wüstenregionen der Kalahari und der Namib in Afrika. Es handelt sich um ein kleines Säugetier, das bis zu einem Kilogramm schwer werden kann und nicht mehr als 50 Zentimeter gross wird, von denen 25 Zentimeter allein der Schwanz ausmacht. Sie sind tagaktiv und erregen besonders die Aufmerksamkeit der Kinder, wenn sie auf ihren Hinterbeinen stehen nach Beute Ausschau halten oder so vermeiden von ihren natürlichen Feinden überrascht zu werden. Sie sind Fleischfresser und ernähren sich überwiegend von Insekten und Spinne sowie von kleinen Säugetieren.
Erdmännchen sind in der Regel sumpathische und zarte Tiere, sodass besonders Kinder diese Anlage mögen, die vom Loro Parque speziell für die Erdmännchen gebaut wurde. Die Tiere erinnern sie an den bekannten Protagonisten Timon des berühmten Disney-Films Der König der Löwen. In ihrem Ursprungsgebiet ist es nicht ungewöhnlich sie als Haustiere zu halten, aber im Westen werden sie dafür als nicht geeignet angesehen, da ihr Verhalten äusserst zerstörerisch ist. In vielen Ländern ist der Besitz von Erdmännchen, wie auch von anderen Wildtieren, strafbar.
Vielfältige und zahlreiche Arten haben die Kinderstuben des Parks in den letzten Monaten gefüllt. Dies ist von enormer Wichtigkeit, weil die Fortpflanzung der primäre Indikator für das Wohlbefinden der Tiere ist. Daran lässt sich ablesen wie sehr sich unsere Tiere in ihren verschiedenen Ökosystemen wohlfühlen.

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Erstellt am: 16.11.2013 11:23 Uhr

Einladung zum Weihnachtsbasar

Am Samstag den 30.11.2013 findet ab 13.00 Uhr wieder der traditionelle Weihnachtsbasar der Deutschsprachigen Evangelischen Kirchengemeinde statt. 
Seit drei Jahrzehnten gehört dieser Basar zu den größten und populärsten Ereignissen für alle Schnäppchenjäger der Insel und ist gleichzeitig für die Kirchengemeinde Teneriffa-Nord von existentieller Bedeutung, da aus Deutschland keine finanzielle Unterstützung mehr erfolgt.
Ort: Anglikanische Kirche, Puerto de la Cruz, Taoro Parque, im Garten hinter der Kirche.
Sie sind alle HERZLICH EINGELADEN!!! 
Es grüßen der Kirchenvorstand und Pfarrer Johann Weingärtner

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Erstellt am: 16.11.2013 11:09 Uhr

Zündfunke, 15.11.13

Diakon Bertram Bolz, Deutschsprachige Kath. Gemeinde in Puerto de la Cruz
Vor einigen Jahren, verehrte Schwestern und Brüder, berichtete eine Zeitung über Zugvögel, die sich bei ihrem Flug über die Alpen verirrt hatten. Das ist mehr als ungewöhnlich, denn Zugvögel, das wissen wir alle, sind Meister der Orientierung – uns Menschen darin wirklich um mehr als Längen voraus.
Was aber war damals passiert? Was hatte dazu geführt, dass die Vögel auf einmal ausser acht gelassen haben, was ihnen doch von Anfang an mit auf den Lebensweg gegeben ist? Die Zugvögel, so habe ich es damals gelesen, waren in der Dämmerung von den Lichtern an der Nordeinfahrt des Sankt-Bernhard-Tunnels angelockt worden und flogen so in die schwach erhellte Röhre hinein wie in eine Falle. Bald wollten und konnten sie nicht mehr vor und nicht mehr zurück – sie gerieten in Panik und flatterten ängstlich hin und her. Die künstlichen Lichtquellen an den Wänden einerseits und dazu noch die gleisenden Scheinwerfer der hereinfahrenden Autos andererseits irritierten sie so, dass sie panisch wurden und die Orientierung komplett verloren haben. Man muss sich das mal bildlich vorstellen: Ein großer Vogelschwarm, der in einem heillosen Chaos in der Tunnelröhre des Sankt Bernhard hin und herfliegt; das Geschrei der Tiere ohrenbetäubend – die Situation für die Vögel und die Autofahrer lebensgefährlich.
Doch die Situation konnte entschärft werden: Die Feuerwehr ließ nämlich den Tunnel sperren und versuchte, die Vögel mit einem Trick aus der Röhre zu locken: Sie verwandelte die Innenbeleuchtung des Tunnels in eine fließende Lichterkette. Etappenweise wurden die Leuchtstoffröhren vor dem Vogelschwarm eingeschaltet und hinter ihnen wieder gelöscht. Auf diese Weise gelang es dem Einsatzteam, die Tiere Stück für Stück durch den Tunnel zu leiten. Die Vögel flogen stets dem Licht nach und gelangten so schließlich an den Südausgang der Tunnelröhre.
Für mich ist die Geschichte von den verirrten Zugvögeln im Sankt-Bernhard-Tunnel nicht nur eine nette Anekdote. Nein, ich sehe darin auch eine Mutmachstory – für Zeiten, in denen man im Dunkeln tappt. In der Bibel steht der Satz: „Deine Worte, Gott, sind mir auf meinem Lebensweg zu einer Lichtspur geworden, der ich folgen kann.“ Es gibt einen Weg mitten hindurch. Schritt für Schritt, immer einer Lichtquelle nach, von der ich glaube und hoffe, dass sie von jemandem entzündet wird, der die Richtung zum Ausgang kennt – auch und gerade dann, wenn ich selbst jede Orientierung verloren habe.

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Erstellt am: 16.11.2013 11:06 Uhr

Zündfunke, 13.11.13

Diakon Bertram Bolz, Deutschsprachige Kath. Gemeinde in Puerto de la Cruz
Da sitze ich so vor dem Fernseher, verehrte Schwestern und Brüder, und lasse mich vom Werbeblock berieseln. Ich sehe zwei gelangweilte Hunde auf einem Sofa, die erst dann enthusiastisch mit dem Schwanz wedeln, als man ihnen ihr Weihnachtsgeschenk präsentiert. Einen riesigen Knochen. Und soll ich Ihnen was sagen: Dies alles geschah mitten im Oktober. Ja, vor knapp drei Wochen ist mir bei diesem Werbespot einfach der Mund offen geblieben. Und das mag was heißen, wenn es mir mal die Sprache verschlägt. Es war ein Tag, an dem der Himmel wunderblau war. Das gibt es übrigens nicht nur hier, sondern das kennen wir ja alle auch von den sogenannten „goldenen Oktobern“ im deutschsprachigen Raum. Hier gingen die Menschen baden und in unseren Heimatländern haben an diesem Tag wahrscheinlich Kinder mit Kastanien gespielt und Drachen steigen lassen – ganz so, wie man das im Herbst eben so macht. Im Herbst wohlgemerkt. In dem das adventliche Glänzen noch so weit weg ist wie der Mond von der Sonne. Oder wenigstens sein sollte – nach meinem Dafürhalten.
Advent ist in meinen Augen im Dezember. Das gilt alle Jahre wieder und ist alte Tradition. Aber ich stelle seit einigen Jahren fest: alle Jahre wieder werde ich eben mit Christstollen belästigt, bevor ich noch den Erntedank-Kürbis verzehrt habe. Alle Jahre wieder soll ich an Weihnachten denken, bevor ich der Toten gedacht habe, wie es für mich zum November gehört, seit ich denken kann.
Ja, Advent ist im Dezember. Und ich will, dass er da auch bleibt. Übrigens nicht nur ich: Denn wenn man den Umfragen glauben darf, will das auch der Großteil der Bevölkerung in derselben Weise. Und trotzdem werden wir Jahr für Jahr um Wochen unseres Lebens betrogen und aus dem Rhythmus der Zeit geworfen. Gut, das mag möglicherweise dem Einzelhandel dienen (wobei ich mir da gar nicht so sicher bin), aber es dient sicher nicht dem Menschen.
Ich will Erntedank feiern und der Reformation gedenken. Ich will im November an alle Heiligen denken und an unsere Toten. Das hilft mir nicht zu vergessen, dass ich endlich bin. Alles Inhalte einer Jahreszeit, die es bald nicht mehr gibt. Weil nach den Sommermonaten ja nahtlos in die stille Nacht hineingedudelt wird. Und die einzigen, die etwas dagegen tun können, das sind wir. Indem wir es einfach nicht mit uns machen lassen. Und den Christstollen so lange links liegen lassen, bis er an Weihnachten endlich an der Reihe ist und dann auch tatsächlich schmeckt.

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Erstellt am: 16.11.2013 11:04 Uhr

Zündfunke, 12.11.13

Diakon Bertram Bolz, Deutschsprachige Kath. Gemeinde in Puerto de la Cruz
Guten Morgen liebe Schwestern und Brüder!
Wenn jemand die Aussage macht: Not lehrt beten, dann lässt genau dies viele gläubige Menschen zustimmend nicken. Wahrscheinlich kommen ihnen dabei Ereignisse aus ihrer Vergangenheit in den Sinn, in denen sie so traurig und verzweifelt waren, dass sie sich in ihrer Not an Gott gewandt haben. Ein wenig verschämt gibt dann der ein oder die andere zu, in guten Zeiten eben genau dies – das Beten – vernachlässigt zu haben. Ein überaus menschliches Phänomen. Es gibt aber auch zunehmend mehr Menschen, die überhaupt nicht mehr beten. Warum? Ich weiß es nicht. Doch für einige hängt es sicherlich auch damit zusammen, dass sie sich fragen: Wie soll ich denn beten?
Das ist eine uralte Frage, die schon die Jünger Jesu beschäftigt hat und deshalb haben sie ihn auch ganz dezidiert danach gefragt. Und Jesus? Er lehrt sie daraufhin das Vater unser. Denn – so will ich das von der Seite Jesu aus interpretieren – wer betet, der bringt sein Leben vor Gott, den Vater im Himmel. Der betende Mensch dankt für alles, wofür es sich zu danken lohnt. Er bittet um etwas, wonach er sich sehnt. Er spricht von den Sorgen, die ihn plagen und häufig klagt er auch. Selbst eine solche Anklage ist kommunikativ, ein Austausch mit Gott, dem wir unser Leben verdanken. Und dieser Austausch kann den Menschen verändern, ihn dazu bringen, über sich hinaus zu sehen und den anderen und Gott mit in den Blick zu bekommen. Beten will geübt sein, an verschiedensten Orten und zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Zuhause oder bei der Arbeit, am Morgen oder vor dem Zubettgehen. Wichtig ist, sich eine gewisse Regelmäßigkeit anzugewöhnen – so wie eine Freundschaft, die nicht gepflegt wird auseinandergeht, kann die Beziehung zu Gott auch schnell einrosten. Wer Schwierigkeiten mit dem Beten hat, darf Gott ruhig darum bitten, ihm dabei zu helfen. Das kann ganz unorthodox sein, wie folgende Geschichte zeigt: Spätabends merkte ein armer Bauer auf dem Heimweg vom Markt, dass er sein Gebetbuch nicht bei sich hatte. Da ging mitten im Wald ein Rad seines Karrens entzwei und es tat ihm leid, dass dieser Tag vergehen sollte, ohne dass er seine Gebete sprechen konnte. Also betete er: „Ich habe etwas sehr Dummes getan. Ich bin heute Morgen ohne mein Gebetbuch von zu Hause fortgegangen und mein Gedächtnis ist so schlecht, dass ich kein einziges Gebet auswendig sprechen kann. Deshalb werde ich folgendes tun: ich werde fünfmal langsam das ganze ABC aufsagen und du, der du alle Gebete kennst, kannst die Buchstaben zusammen setzen und daraus die Gebete machen, an die ich mich nicht erinnern kann.“ Und der Herr sagte zu seinen Engeln: „Von allen Gebeten, die ich heute gehört habe, ist dies ohne Zweifel das beste, weil es aus einem einfachen und doch so ehrlichen Herzen kam.“

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Erstellt am: 16.11.2013 11:02 Uhr

Zündfunke, 14.11.13

Diakon Bertram Bolz, Deutschsprachige Kath. Gemeinde in Puerto de la Cruz
Guten Morgen, liebe Schwestern und Brüder!
Gutes Benehmen kommt wieder in Mode, und Bücher über korrektes Verhalten in der Gesellschaft haben Konjunktur. Ich für meinen Teil halte diese Entwicklung für sehr positiv, denn Höflichkeit und gute Umgangsformen sind ja auch Mittel dazu, das Zusammenleben leichter und reibungsloser zu gestalten. Andererseits muss ich natürlich auch sagen, dass so manche Übungen durchaus sinnentleert und fragwürdig erscheinen: „Nimm den Ellenbogen vom Tisch!“ Diese Aufforderung hat bestimmt schon jedes Kind gehört. Aber warum soll man in gemütlicher Runde beim Essen nicht den Arm abstützen dürfen? Das ist doch weder störend noch wirklich unästhetisch – oder irre ich da?
Verblüffend ist – wahrscheinlich nicht nur für mich -, dass dieses Verbot aus der Bibel stammt. „Schäme dich, den Ellbogen beim Mahl aufzustemmen“, heißt es im Buch Jesus Sirach. Dahinter steckt wohl der römisch-griechische Brauch, sich bei größeren Gelagen halb liegend auf den linken Arm zu stützen und so zu essen. Häufig gingen diese ausgedehnten Mahlzeiten in ein allgemeines Sich-Betrinken und noch ganz andere Ausschweifungen zwischen den Geschlechtern über. Für jüdisches Denken und Empfinden aber war eine solche Mahlpraxis unerträglich, und deshalb eben das Verbot, wie ein Grieche oder Römer zu Tisch zu liegen und sich an solchen Gelagen zu beteiligen. Übrig geblieben ist davon bis heute die Mahnung „Nimm den Ellenbogen vom Tisch“.
Nun besteht aber heute die Gefahr nicht mehr, in einem solch römisch-griechischen Gelage zu versumpfen, und vor anderen Gefahren kann die Ellbogenregel nicht schützen. Deshalb ist in meinen Augen – bei allem berechtigten Interesse an gutem Verhalten in Gesellschaft – eine Überprüfung der bisherigen Floskeln und Gewohnheiten durchaus angebracht, denn sinnentleerte Riten können zur Last und zur unnötigen Einengung werden. An deren Stelle können neue hilfreiche Regeln treten. Etwa die Regel, niemanden zur Unzeit auf dem Handy anzurufen. Oder die Regel für Gastgeber, auch attraktive nicht-alkoholische Getränke anzubieten. Oder die Regel, bei Mahlzeiten nicht den Fernseher nebenher laufen zu lassen, sondern sich für ein Gespräch am Tisch offen zu halten, anstatt stumm und abweisend vor sich hin zu essen.
Was nützt ein beanstandeter Ellbogen am Tisch, wenn ansonsten nur das Klirren von Geschirr und Besteck zu hören ist. Dann doch lieber eine fröhlich-laute Mahlzeit, bei der auch einmal der Arm aufgestützt wird. Es wird schon kein römisches Gelage daraus werden.

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Erstellt am: 16.11.2013 11:00 Uhr

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Erstellt am: 13.11.2013 14:57 Uhr

PREDIGT AM 10.11.2013 DRITTLETZTER SONNTAG DES KIRCHENJAHRES

Von Pfarrer Johann Weingärtner
LUKAS 18, 1-8 
1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,
2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.
3 Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!
4 Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Wenn ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue,
5 will ich doch dieser Witwe, weil sie mir soviel Mühe macht, Recht schaffen, damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage.
6 Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
7 Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er’s bei ihnen lange hinziehen?
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Liebe Gemeinde !
Darf man Gott belästigen; und sei es mit einem Gebet?
Kann man beten, gleichermaßen so, als wenn man geistlichen Leistungssport betriebe sogar noch mit einer gewissen Erfolgsgarantie?
Und lässt sich Gott auch noch mit einem mehr oder weniger korrupten Richter vergleichen?
Was für eine Geschichte erzählt Jesus da. Wie sollen wir das verstehen!
Wie sollen wir mit solchen Worten Trost und Ermutigung finden, selbst neu zum Beten zu finden?
Und – was müssen das für Leute sein, für die Lukas diese Geschichte aufgeschrieben hat.

I
Höchstwahrscheinlich waren die resigniert und relativ trostlos im Blick auf ihre gegenwärtige Situation und auch ihre Zukunft. Es ging ihnen wie anderen Leuten.
Sie klagen über die unbefriedigenden Zustände in Kirche und Gesellschaft.
Sie sind unzufrieden auch mit sich selbst.
Haben weder Steh – noch Durchhaltevermögen.
Kriegen die Hände nicht aus dem Schoß. Ja, nicht einmal mehr gefaltet
Ein müder und resignierter Christenhaufen – so können wir uns durchaus die Gemeinde vorstellen, für die Lukas seine Jesusparabel überliefert: „Er sagte Ihnen aber ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten.“
Stumm scheinen sie geworden zu sein, die Christen und Christinnen in der 2. und 3. Generation. Stumm angesichts leidvoller Entwicklungen in der Wirklichkeit, die sie umgab.
Kennen wir das: Stumm werden? Nur noch einen riesigen Berg vor uns sehen, als Kirche oder Gesellschaft oder Welt, oder ganz und gar persönlich, ganz individuell?
Es geht nicht darum, gleichgültig und träge geworden zu sein, sondern einfach nur müde. Die Erfahrung gekämpft zu haben, leidenschaftlich mit vollem Engagement im Rücken und vor allem im Herzen, und das Resultat? Es geht alles seinen alten und gewohnten Trott oder auch einen neuen, aber eben wieder nur einen Trott. Kein Durchbruch, kein zügiges Vorankommen, kein zielorientiertes Denken und Handeln, sondern wieder einmal nur das Wühlen in Problemen, die groß sind und schwer, so dass sie alles zu erschlagen drohen und keinen Durchbruch mehr zulassen.
Da schaut einer oder eine wie das berühmte Kaninchen auf die nicht weniger bekannte Schlange, oder wie die Witwe in unserer Parabel auf ihre Widersacher. Und wo bleibt das Recht? Das Recht, in Freiheit zu leben, in Kraft zu glauben, im Überschwang zu lieben ? Wo bleibt es? Wo bleibt Gott, der mir dazu verhelfen soll oder gar will nach seiner Verheißung, seiner unverbrüchlichen Zusage? Sollte Gott es so lange hinziehen? Mich in der Asche meiner verbrannten Hoffnungen sitzen lassen wie einst den Hiob im Alten Testament?
Am Ende des Kirchenjahres kommen diese Bilder in das Bewusstsein: Die Bilder von einer müden Christenheit und einem zögerlichen Gott. Die Worte vom Warten auf die Wende und dem Empfinden, dass es vergeblich sein könnte.
II
Und was nun ? Gott mit unaufhörlichen Bitten belästigen wie die Witwe, die dem ungerechten und harten Richter damit erhebliche Mühe macht? Wir haben in der Christenheit und ihrer Geschichte, angefangen im Neuen Testament und dann immer wieder dieses Motiv: Das Problem der Verzögerung.
Da hofft eine angefochtene frühe Christenheit auf die Wiederkunft des Herrn, und sie tut es in ihrer Geschichte stets neu, mal mehr und mal weniger. Mit seiner Wiederkunft soll ja der ganze Jammer dieser elenden Welt aufhören und das Reich Gottes, das Reich der Freiheit und der Gerechtigkeit anbrechen. Und was geschieht? Sie verzögert sich.
Da hört diese Christenheit Gleichnisse, dass er kommt. Einige warten und wachen, andere werden träge und schlafen ein, weil sich das Kommen des Herrn mal wieder verzögert. Ganze Bücher in der Theologie sind darüber geschrieben worden, mal mehr, mal weniger ergiebig. Und eben haben wir erneut – wie immer am Ende des Kirchenjahres – gesungen: Wir warten dein, o Gottessohn. Ja, mein Gott, wie lange denn noch? Auch dieses Warten wie die Weihnachtszeit alle Jahre wieder?
Wenn doch Gott oder der Weltenherrscher Christus so wären wie der ungerechte Richter. Der wollte eigentlich nicht zur Hilfe kommen. Am Ende lässt er sich doch, wenn auch nur von sauber rational kalkulierten Überlegungen geleitet – dazu hinreißen, der unter Unrecht leidenden Witwe Recht und Gerechtigkeit in ihr Gesicht zuzusagen, bevor sie ihm in das seine springt.
Wenn doch Gott so wäre! Oder müssen wir ihm doch mehr in den Ohren liegen? Müssen wir ihn mit unseren Bitten und Gebeten solange belästigen bis wir ihm auf den Geist gehen und er sich erweichen lässt? Es gibt ja durchaus, weniger bei uns im eher nüchternen lutherischen Protestantismus, solche Glaubensgemeinschaften, die meinen, man müsse, ja, man könne die ganze Not der Welt auf ständig betende Hände nehmen und so lange vor Gott tragen bis er die Wende einleitet. Und wenn er es dann nicht tut, dann sei das Gebet nicht richtig und unbrünstig genug gewesen. Und man müsse noch viel mehr solche, die Welt auf Händen tragende Beter, gewinnen, um Gott zu eingreifendem Kommen zu bewegen.
Ich halte es für geistlichen Hochmut, oder gar Gottesbelästigung, zu meinen, es stünde in unserer Macht – und sei es die eines besonders starken Glaubens – das Reich Gottes herbeizuführen. Nein, liebe Gemeinde, so geht es nicht. Denn nun sprengt das Reden von Gott selbst die Parabel vom ungerechten Richter, der sich am Ende erweichen lässt.
III
6 Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt!
7 Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten?
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze.
Das unterscheidet nun Gott – so steht es in der Jesusparabel – erheblich vom ungerechten Richter:
Er schafft Recht ohne Kalkül. Und er wird Recht schaffen sogar in Kürze. Ob wir’s glauben können? Trotz aller Müdigkeit, trotz aller bisher leidvoll erlebten Verzögerung? Wird er bei uns Glauben finden? Jetzt und hier oder später oder am Ende der Tage ? Und welchen Glauben?
Unsere so sperrige Geschichte vom ungerechten Richter, der trotzdem zu Recht verhilft und Gott, der dann doch viel mehr ist als dieser, sagt mir zumindest eines:
Die Verantwortung für das Heil der Welt liegt nicht bei mir, auch nicht beim Beter. Sie liegt bei Gott. Ich bin entlastet. Brauche kein betender Herkules zu sein, der die ganze Welt auf seine Schultern nimmt um sie vor Gott zu tragen.
Diese Entlastung hat Luther in seiner Erklärung zur Vater – Unser – Bitte um das tägliche Brot beispielhaft so formuliert: Gott gibt täglich Brot auch wohl ohn’ unsere Bitte – aber wir bitten in diesem Gebet, dass er es uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser täglich Brot. Glaube ist also unbändiges Vertrauen, dass Gott es richten wird, trotz aller Verzögerung unter der ich leide wie viele andere auch.
Das gibt Gelassenheit. Vor allem die, unterscheiden zu können zwischen dem, was ich zur Lösung mancher Probleme beitragen kann und deshalb auch sollte und dem, was ich dazu nicht beitragen kann und deshalb auch nicht muss.
Vertrauen und Gelassenheit kennzeichnen einen Glauben, der viel ertragen und überstehen kann. Auch gelegentliche oder andauernde Verzögerung im Blick auf endgültige Erlösung von manchem oder gar allem Übel. Und dann bekommt das Gebet, das dauernd und inständig sein sollte, da gibt es keinen Zweifel, gelegentlich noch eine andere Qualität:
Es ist nicht nur das aneinander Reihen von Sätzen, die Gott bitten, dass er tun möge, was ich wünsche oder gar will. Es kann auch das Schweigen sein, das Hören. Vielleicht hat Gott ja Bitten an mich, in denen deutlich wird, was er möchte, das ich tun soll. Auch so kommt sein Reich zu uns, hier und jetzt, mitten am Tage, mitten unter uns und nicht nur am Ende der Tage. Aber dann auch und ganz gewiss.
Amen

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Erstellt am: 12.11.2013 12:14 Uhr