Sorolla, die Farbe des Meeres

Die Fondos del Museo (Museumfonds) Sorolla sind bis Teneriffa gereist, um eine besondere Ausstellung zu zeigen, die den Blick des Malers, seine spezielle Art „des Natürlichen“ und seiner Nutzung der Farbe untersucht. Die Sammlung besteht aus einer Reihe von Bildern und Notizen, die dem Meer gewidmet sind und in drei Sektionen aufgeteilt werden: „El espectáculo incesante“ (das unaufhörliche Schauspiel), „Las horas de azul“ (die Stunden in Blau) und „De la naturaleza a la pintura“ (Von der Natur zur Malerei).
Im Espacio Cultural CajaCanarias (Santa Cruz). Noch bis zum 01.02.2014 im Espacio Cultural CajaCanarias in Santa Cruz.

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Erstellt am: 25.11.2013 14:50 Uhr

Mehr Service bei Ryanair

Ryanair will kundenfreundlicher werden. Mit der Einführung von verschiedenen Umbuchungsmöglichkeiten will man diesen Vorsatz weiter ausbauen. Bereits Anfang des nächsten Jahres werde man mit den Geschäftsreisenden starten. Diese werden dann noch am Reisetag ihren Flug ändern können.
Aktuell müssen Passagiere bei Ryanair ein neues Ticket kaufen, wenn sie auf einen früheren oder späteren Flug umbuchen wollen.
Desweiteren soll unter anderem ein zweites Stück Handgepäck erlaubt und künftig auch Sitzplätze zugewiesen werden, um das ständige Chaos vor dem Abflug in den Maschinen zu unterbinden.

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Erstellt am: 25.11.2013 14:32 Uhr

Neues Sicherheitsgesetz soll verabschiedet werden

Ein neues Sicherheitsgesetz, welches am kommenden Freitag verabschiedet wird, sieht drakonische Strafen für Teilnehmer an Demonstrationen vor, die während der Kundgebung Polizisten beleidigen oder tätlich angreifen.
Dies wird dann in Zukunft als „gravierende“ (grave) Straftat geahndet werden und mit Geldstrafen zwischen 1.001 € bis 30.000 € belegt werden.
Als „sehr gravierend“ (muy grave) wird dann zukünftig das Fotografieren oder Filmen von Polizeibeamten geahndet, mit Strafen von 30.001 € und 600.000 €.
Das gilt auch für die Veröffentlichung von privaten Details der Beamten, die ihre Unversehrtheit oder die ihrer Familienangehörigen gefährden könnten.
Es soll schon Fälle gegeben haben, wo Fotos von Polizisten in sozialen Netzwerken veröffentlicht worden sind und diese dann bedroht wurden.
Auch nicht angemeldete Aufmärsche vor Regierungsgebäuden werden zukünftig als sehr gravierend (muy grave) eingestuft.
Ebenso nicht genehmigte Demos vor Atomkraftwerken werden zukünftig als “ sehr gravierend“ (muy grave) eingestuft, auch Laserpointerangriffe auf Fahrzeuge oder Flugzeuge.
Auch Vermummung wird zukünftig geahndet als gravierendes Vergehen.

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Erstellt am: 21.11.2013 13:37 Uhr

Predigt von Pfarrer Johann Weingärtner im ökumenischen Gottesdienst zum Buß – und Bettag 2013

Lukas 13,22-30
Und er ging durch Städte und Dörfer und lehrte und nahm seinen Weg nach Jerusalem.
23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen:
24 Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden’s nicht können.
25 Wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf! dann wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her?
26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken und auf unsern Straßen hast du gelehrt.
27 Und er wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht; wo seid ihr her? Weicht alle von mir, ihr Übeltäter!
28 Da wird Heulen und Zähneklappern sein, wenn ihr sehen werdet Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen.
29 Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.
Liebe Gemeinde,
eine fromme Frau fragte einst ihren Pfarrer: Herr Pfarrer, wenn ich einmal sterbe und in den Himmel komme, werde ich dann alle meine Lieben wieder sehen (Ich füge hinzu: neben Abraham und Isaak und Jacob, den Propheten und allen Vätern und Müttern im Glauben)? Ja, sagte der Pfarrer; aber die anderen auch!
Das ist also so eine Sache mit dem Selig – Werden. Zur Zeit Jesu und vielleicht ja heute auch. Was bedeutet das: Selig werden?
Das Leben vollenden, damit es am Ende rund ist und ganz und heil.
Zu einem Ziel kommen, für das zu kämpfen und das anzustreben lohnenswert gewesen ist.
Nicht im Stückwerk, im Fragmentarischen stecken bleiben, sondern Erfüllung erreichen.
Nicht mehr nur um Frieden und Gerechtigkeit und sorgfältigen Umgang mit der Schöpfung kämpfen und beten, sondern unter einem neuen Himmel auf einer erneuerten Erde leben, kurzum: Im Reich Gottes ankommen, das ist doch wohl gemeint mit „Selig werden“.
Aber wer erreicht das? Wer kommt da an? Und wer muss draußen vor der Tür bleiben, ausgeschlossen? Und das nicht nur von Menschen, sondern von Gott selbst – denn wer sollte sonst mit dem Hausherrn in unserer so sperrigen Rede Jesu gemeint sein!
Auf jeden Fall muss zunächst einmal festgehalten werden, dass der Weg zur Seligkeit kein bequemer Spaziergang ist. Der geht keinesfalls ohne die Überwindung von Gleichgültigkeit und oberflächlicher Lebensgestaltung. Da reichen anscheinend auch einige fromme Übungen nicht aus. Gefährlich ist auf jeden Fall das Ausgrenzen von scheinbar nicht rechtgläubigen Zeitgenossen oder meinetwegen auch politisch nicht korrekten, oder vom Status und der Religion allgemein nicht Anerkannten.
Denn merkwürdiger Weise stehen in unserer Geschichte die draußen, die sich darauf berufen können, religiös korrekt gewesen zu sein. Deutet nicht das Pochen auf eine Verhaltensweise, die geprägt ist vom „Vor dir Essen und Trinken“ und dem „Hören auf öffentliche Verkündigung“ auf Abendmahl oder Kommunion und Gottesdienst hin oder zumindest auf Tischgemeinschaft mit intellektueller Auseinandersetzung über Fragen des Glaubens und Lebens? Und die stehen draußen. Was haben die falsch gemacht? Es wird nicht ausdrücklich gesagt, aber es steht ziemlich eindeutig zwischen den Zeilen.
Jene, die meinen, sie gehörten dazu und seien von der geistlichen oder kirchlichen Rangordnung unter die eher bestens Platzierten zu rechnen, die haben sich gründlich verrechnet. Ich werde an eine Rede anlässlich einer Trauerfeier erinnert. Ein durchaus kirchlich engagierter Weggefährte des Verstorbenen, hielt eine Ansprache oder besser eine Laudatio. Er zählte so mancherlei Verdienste auf. Man spürte Verehrung und Hochachtung aus seinen Worten. Am Ende ließ er sich zu der Bewertung verleiten: „Unser Gott wird deshalb ein besonders gutes Plätzchen für ihn reserviert haben“. Im Stillen habe ich bei mir gedacht: Das hättest du dir lieber verkneifen sollen. Denn es gibt Erste, die werden Letzte sein.
Ich werde dabei an die Äußerung des großen Schweizer Theologen Karl Barth anlässlich eines Interviews zu seinem 80. Geburtstag erinnert. Der Journalist fragte ihn: „Sie, lieber Herr Prof. Barth, werden doch sicher einmal als der größte Theologe des 20. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen“. Nach einigem Überlegen antwortete Karl Barth etwa so: „Wenn wir uns im Reich Gottes wieder sehen, dann ist vielleicht eine einfache Bäuerin von der schwäbischen Alb, die treu gebetet, den Gottesdienst besucht und ihre Kinder und Enkel und die Nachbarn liebevoll umsorgt hat, die größte Theologin des 20. Jahrhunderts gewesen.“
Erste werden Letzte und Letzte werden Erste sein. Ein kleiner Hinweis: Es heißt nicht die Ersten werden die Letzten und die Letzten die Ersten sein. Es kommt nicht auf die menschlichen Rangordnungen an. Im Reich Gottes gelten andere. Man kann auch als jemand, der oder die sich gerne hinten anstellt und auf die, die vorne sind, herabschaut, zu den Ersten gehören, die Letzte sein werden. Aber das nur mal so nebenbei.
Es gilt festzuhalten: Alle, die exklusiv denken und handeln, besonders auch im geistlich-kirchlichen Bereich, mögen viel Anerkennung und manchen Zulauf haben, aber vom Reich Gottes und vom Seligwerden, verstehen sie nicht viel und werden vielleicht sogar von beidem ausgeschlossen.
Das kann ja auch ein bequemer Weg mit weit geöffneten Toren sein: Man ist so schön unter sich, muss sich keinen großen Fragen stellen vor allem nicht sich selbst. Und dann ist die Frage nach der Seligkeit nur eine rhetorische, die man letztlich nicht beantworten muss. Denn die Dinge sind ja sowieso klar. Ich gehöre dazu. Und die andern? Na ja, vielleicht. Am besten ist es, sie werden so wie ich oder wir. Diesen Weg verbaut Jesus. Der führt nicht in den Himmel oder ins Reich Gottes, sondern an einen Ort des Heulens und des Zähneklapperns. Damit wird angedeutet: Man kann sich selbst derart ins Abseits stellen, das man nur noch neid – und leidvoll zuschauen muss, wenn im Reich der Gerechtigkeit und des Friedens gefeiert wird. Am Ende des Kirchenjahres sind diese ernsten Worte der Bibel dran. Und wir tun gut daran, sie sehr ernst zu nehmen und wenn nötig umzukehren, was übrigens ja der tiefe Sinn des Buß – und Bettages ist. Aber wohin umkehren? Jesus zeigt den Weg:
Er entwirft ein großartiges Bild von einer neuen, alternativen Menschengesellschaft: „Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“
Ach ja, liebe Gemeinde, ein wenig davon haben meine Frau und ich erlebt in den Jahren von 2009 bis jetzt. Wir kamen aus dem Norden, gingen in den Osten und sind nun im Westen. Ist auch der Süden noch dran? Wir haben auf jeden Fall Kirche erlebt als Gemeinschaft von Menschen ganz unterschiedlicher Prägung in ihrem Glauben und Leben. Wir möchten diese Erfahrung nicht missen. Sie hat unseren Horizont geweitet und unser Leben bereichert, auch wenn wir an allen Orten immer so etwas wie exklusives Christentum erlebten mit der Auseinandersetzung zwischen so genannten Ersten und Letzten.
Aber eben auch und gerade das grenzüberschreitende Element des Evangeliums haben wir erfahen, das nicht fragt: „Wo kommst du her, wie ist dein sozialer Stand? Wie sieht deine kirchliche Prägung aus?“ Um dann zu beurteilen, ob einer oder eine dazu gehören kann oder darf. Nein, man nahm einander an, so wie man geworden war, weil Gott es in Jesus so tut. Und dann taten sich gelegentlich Türen auf, und die Freude Gottes zog ein im Teilen am Tisch des Herrn und unter seinem Wort in der Erfahrung, dass der, der dazu einlädt, der große alle Grenzen überschreitende Christus ist.
Darum, liebe Gemeinde, ruft uns der Buß – und Bettag zur Umkehr. Wohin? Und Warum? Ich antworte mit einem Buchtitel, den ein Theologe des letzten Jahrhunderts mit Erläuterungen zum Lukasevangelium ganz einfach so formuliert hat: Die Freude der Buße.

Amen

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Erstellt am: 21.11.2013 13:32 Uhr

Restaurant „Los Roques“

Das Restaurant Los Roques befindet sich in Los Abrigos, einem kleinen Fischerdorf an der Südostküste Teneriffas. Die günstige Lage macht ein Abendessen bei Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die kreative Küche, die die besten und interessantesten Geschmacksrichtungen der Welt vereint, die sorgfältige Auswahl an nationalen und internationalen Weinen, sowie der professionelle und zuvorkommende Service haben dem Restaurant zwei Sterne im bekannten Michelin-Führer eingebracht.
Dieses Restaurant ist sehr außergewöhnliche und innovativ. Es bietet anspruchsvolle Küche mit den besten Zutaten an. Außerdem wechselt die Menükarte regelmäßig im Rhythmus der Jahreszeiten. Die Gerichte sind geprägt durch mediterrane, asiatische, nordafrikanische und französische Einflüsse. Die Weinkarte weist exklusive Sorten auf, wie Pinot Noir aus Oregon, Zinfandel aus Kalifornien oder Sauvignon Blanc aus Neuseeland.
Das Restaurant ist von Dienstag bis Sonntag ab 19 Uhr geöffnet.

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Erstellt am: 21.11.2013 10:58 Uhr

Playa Jardín wird erneuert

Der Präsident des Cabildo, Carlos Alonso, der auch Vorsitzender des Ausschusses ist, erklärt, dass die Arbeiten, welche ein Budget von mehr als 98.000 € haben, nach und nach den ursprünglichen Zustand, des Strandes und der Parkanlage, entsprechend den Vorstellungen von César Manrique zurück bringen soll.
Dies ist ein wichtiges Projekt, das das Bild des touristischen Bereiches der Stadt verbessert und den Besuchern einen wertvollen Nutzen bieten wird, sagt Carlos Alonso .
Der Wasserfall soll erneuert werden und die Brücke über den Wasserfall wird repariert.
Das Projekt umfasst auch die Installation eines neuen Bewässerungssystems, welches sich in malerischen Pflanzgefäßen befindet und somit die Vegetation nicht nur optisch wieder hergestellt wird.
Ergänzend gibt es ein neues Stromnetz um alle Lokale und Betriebe nach neuestem Stand mit Energie zu versorgen.
Noch in diesem Jahr soll der erste Teil der Arbeiten abgeschlossen werden.

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Erstellt am: 21.11.2013 10:49 Uhr

Ein Blick in die Zukunft…

Wer in den letzten Monaten die Avenida Playa Paraiso passierte, fragte sich, was geschieht da hinter dem langen Zaun, da tut sich plötzlich etwas. Das Gelände lag seit Jahren brach, unvollendete Bungalows warteten auf einen neuen Investor. Im Dezember 2012 fand sich ein Käufer, die Dzogchen-Gemeinde.
Was ist das? Wer steckt dahinter?
Ich möchte es eine buddhistische Sekte nennen. Deren großer Meister ist Chögyal Namkhai Norbu. In Tibet geboren und aufgewachsen, lehrte er in den 60er Jahren an der Universität Neapel tibetische Sprache und Literatur. In dieser Zeit erhielt er Anfragen aus der ganzen Welt bezüglich der von ihm vetretenen Philosophie „Dzogchen – bedeutet „die totale Perfektion“. 1981 gründete er im Süden Italiens ein erstes Dzogchen-Zentrum. Es folgten weitere in Deutschland, Österreich, Irland, USA, der Schweiz und Russland.
Nun, in die Jahre gekommen, war es sein großes Anliegen, einen Platz für einen „Global Gar“ zu finden. Hier soll sich die weltweite Gemeinde der Dzogchen-Anhänger treffen und die tibetische Kultur gepflegt werden.
Warum hat der Meister Playa Paraiso ausgewählt?
Dazu möchte ich ihn in meiner Übersetzung zitieren:
„ Alle sprechen immer davon, dass wir Frieden brauchen und ohne Frieden kein Glück finden können. Aber wie kann es Frieden geben? Frieden wird es nur durch die Entwicklung des Individuums geben. Entwicklung bedeutet, dass wir uns über uns selbst und unseren Lebensumständen bewusst sind. Ein jeder hat mit Einschränkungen seiner Freiheit zu leben. Wenn wir diese überspringen können, finden wir zu unserer ursprünglichen Natur zurück. Das ist das Prinzip der Dzogchen-Lehre.
Der Ort ist genial. Man kann vom Gelände über die Dächer hinweg auf den Atlantik blicken. Bin heute im Tempel des Meisters gestanden und habe nur die untergehende Sonne genossen. Einen friedvolleren Ort gibt es nicht. Ein weiters Zitat besagt auch, frei übersetzt, das Wissen von Dzogchen könne man nur uneingeschränkt auf dem Gipfel des höchsten Berges erfahren. Der Teide bietet sich an.
In einem älteren Song hat der Meister angeblich auch schon das Paradies so beschrieben, wie es sich in Playa Paraiso zeigt. Womöglich hat er sich von dem Ortsnamen verführen lassen. Sein Paradies ist weit davon entfernt eines zu werden. Die Baupläne stehen im Internet. 12 Villen, ein Auditorium, zwei Seen, ein asiatischer Garten. Heute Baustelle, Veranstaltungen im Zelt, der Meister sitzt auf einem improvisierten Thron. Die ca. 50 Teilnehmer verloren sich im Plastikzelt. Haben pausenlos unter der Aufsicht des Meisters, der herzhaft gähnte, getanzt und meditiert.
Morgen gibt es einen interessanten Programmpunkt: Die weitere Finanzierung des Gars .
Welche Seite auch immer ich zu dieser Sekte aufrufe, es wird eine Kontonummer angegeben und um Spenden gebeten. sab

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Erstellt am: 19.11.2013 20:28 Uhr

Was soll denn das nur werden?

Seit einigen Wochen beobachte nicht nur ich, sondern auch die Anwohner und Geschäftsinhaber eine Riesenbaustelle in dem kleinen Ort Playa Paraiso an der Südwestküste. 20 Jahre lang führte hier ein breiter Gehweg, gesäumt von Palmen, an kleinen Geschäften, einem Supermarkt, Restaurants und dem Lago vorbei durch den ganzen Ort. Es liegen hier auch die Bushaltestelle und der Taxihalteplatz. Beide wurden nun verlegt. Entlang des Gehweges auf der Straße waren Parkplätze. Ich habe sie nicht gezählt, dürften aber mindestens 100 gewesen sein. Nun wurde an dieser Stelle die Straße aufgerissen und der Bordstein nach außen verlegt. Die Parkplätze wird es also nicht mehr geben. Die Palmen werden versetzt und der Gehweg wird doppelt so breit sein. Schön, natürlich, für Fußgänger, die es nicht in Massen hier gibt.
Aber wo sollen die Autos hin? Dazu muss man wissen, dass dies ein Touristenort mit großen Hotels und vielen Apartments ist. Die Busverbindung nach Los Cristianos oder Los Gigantes ist schlecht. Die Guaguas müssen von ihrer Hauptstrecke extra runterfahren und sehr oft tun sie das nicht, wegen Verspätung. Dann steht man da zwei Stunden und beschließt, ein Auto zu mieten. Doch wohin mit dem Gefährt in Zukunft? Eine öffentliche Tiefgarage gibt es nicht, vor den Hotels nur wenige Parkplätze.
Nun bin ich keine Verfechterin des Autoverkehrs. Doch in dieser Ecke der Insel ist man darauf angewiesen. unabdingbar, wenn man hier arbeitet. Die Angestellten der Hotels müssen pünktlich zu ihrem Dienst erscheinen. Kommen aus abgelegenen Orten in den Bergen mit dem Auto. Müssen spät nachts nach Hause. Der letzte Bus fährt um 22 Uhr.
Auf meine Nachfrage beim Ayuntamiento de Adeje erhielt ich folgende Auskunft: „Wir wollen Playa Paraiso verschönern und wieder beleben.“ Das ist im Grunde genommen eine gute Idee. Viele Geschäfte und Restaurants stehen leer, ein ganzes Einkaufszentrum. Die 25 Jahre alte Bauruine am Ortseingang ist auch nicht so einladend.
Es kommt hinzu, dass der Ort durch einen Barranco zweigeteilt ist. „Drüben“ gibt es so gut wie nichts und zu Fuß ist es weit zu den Geschäften und Restaurants. Vorwiegend ältere Menschen leben da. Sollen sie nun mit den Einkaufstüten durch den Barranco stapfen mangels Parkmöglichkeit?
Ich sehe hier nur eine sinnlose Verschwendung des doch so knappen Budgets der Kommunen. Zwei Monate Lärmbelästigung und Verkehrsbehinderung sollen kurz vor Weihnachten beendet sein. Dann kann man auf der verbreiterten Meile flanieren. Falschparker werden rigoros abgeschleppt, vor allem wenn es sich um Mietwagen handelt. Wem ist mit dieser Maßnahme gedient? sab

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Erstellt am: 19.11.2013 20:22 Uhr